Dresden zum Gruseln- Von Hexen und liederlichen Weibern

Dresden zum Gruseln- Von Hexen und liederlichen Weibern

Dresden, beginnend im Mittelalter: ungepflasterte Gassen, morastige Wege und Knüppeldämme. Ein beißender Geruch von Urin und Kot lässt einem den Atem stocken. Katzen- und Rattenkadaver säumen die schmalen, dunklen Gassen. Wer nicht durch die Pest dahingerafft wurde, der konnte sich als Mittelpunkt einer Hexenverbrennung auf dem Schafott wiederfinden.

Der erste Hexenprozess in Dresden datiert auf das Jahr 1407. Eine Magd, die „Setteller“ genannt wurde, starb auf dem Rabenstein vor dem „Willischen Tor“ den grausamen Feuertod. In der Folgezeit, von 1560 bis 1689, fanden in Kursachsen 470 Prozesse wegen Hexerei oder Zauberei statt. Außerdem wurden 144 Verfahren wegen magischer Praktiken eingeleitet. Insgesamt ergingen 72 Todesurteile. Doch es gab immerhin auch 59 Freisprüche.

Ritter Jonas Daniel alias Mario Sempf tritt im neuen Band von „Dresden zum Gruseln – Von Hexen und liederlichen Weibern“ eine Zeitreise durch eine pestilente Stadt an, wo es ratsam scheint, nicht all zu zart besaitet zu sein.

 


Publikationen

Dresden zum Gruseln

LICHT & SCHATTEN einer alten Stadt

Dresden zum Gruseln
Edition:Alwis VerlagDresden zum Gruseln
ISBN:978-3-938932-43-8
Einband:Taschenbuch / Fadenheftung
Seiten / Umfang:48 Seiten
Maße:17,5 cm x 14,0 cm
Preis:5,95 € inkl. 7% MwSt

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Dresden zum Gruseln

VOM TOTENTANZ zum BÖSEN HAUS

Dresden zum Gruseln
Edition:Alwis VerlagDresden zum Gruseln
ISBN:978-3-938932-46-9
Einband:Taschenbuch/ Fadenheftung
Seiten / Umfang:48 Seiten
Maße:17,5 cm x 14,0 cm
Preis:5,95 € inkl. 7% MwSt

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Dresden zum Gruseln

Von HEXEN und LIEDERLICHEN Weibern

Dresden zum Gruseln
Edition:Alwis VerlagDresden EntdeckerDresden zum Gruseln
ISBN:978-3-938932-54-4
Einband:Taschenbuch / Fadenheftung
Seiten / Umfang:48 Seiten
Maße:17,5 cm x 14,0 cm
Preis:5,95 € inkl. 7% MwSt

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Spooky Dresden - LIGHT & SHADOW of an old city

Spooky Dresden - LIGHT & SHADOW of an old city
Edition:Alwis VerlagDresden zum Gruseln
ISBN:978-3-938932-44-5
Einband:Taschenbuch
Seiten / Umfang:48
Maße:17,5 cm x 14,0 cm
Preis:5,95 € inkl. 7% MwSt

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Leseproben & Infos

Dresden zum Gruseln- Von Hexen und liederlichen Weibern / Bilder v. Alexander Stroh

Guten Appetit!    

Wußten Sie schon ....

 ... dass es für die Hinrichtung gemeiner Mörderinnen einen besonderen Ort vor den Toren der Stadt gab? Am 5. März 1720 wurde die in Schandau gebürtige Dorothea Elisabeth Gerstenbergin, welche ihr uneheliches Kind auf schändliche Weise getötet hatte, auf dem Dresdner Rabenstein, nach eingeholtem Urteil und Recht mit der kalten Klinge des Richtschwertes enthauptet. Als Rabenstein bezeichnete der Volksmund die stadtnahe Richtstätte vor dem Wilsdruffer Tor. Derartige Hinrichtungen erfolgten bereits in den frühen Morgenstunden. Doch das hielt die Dresdner nicht davon ab, dennoch sehr zeitig auf den Beinen zu sein, um dem gewaltvollen Spektakel möglichst in der vordersten Reihe beizuwohnen. Gefrühstückt wurde dann meist während der Hinrichtung.

 

Großreinemachen

Wußten Sie schon ....

... dass der Rat auf Geheiß des sächsischen Kurfürsten August I. 1712 eine sehr ungewöhnliche Verordnung erließ, um die Stadt äußerlich wie innerlich schön zu halten? Nach diesem Gesetz durften die Hausbesitzer ihren Kehricht nicht mehr einfach so auf den Gassen liegen lassen, sondern sollten ihn an die Hauswände schütten. Hier wurde er von Ratsuntertanen aus den benachbarten Dörfern mittwochs und samstags in der Frühe abgeholt. Die Stadt drohte Anfang des 18. Jahrhunderts sprichwörtlich im Dreck zu ersticken! Dem Kurfürsten stand jedoch der Sinn nach einer sauberen, luxeriösen Stadt. Deshalb sagte er all den Schmutzteufeleien entschlossen den Kampf an. Das hörte auch nicht bei Räubern, Wegelagerern, Bettlern oder Dirnen auf. Sie alle verbannte er gnadenlos aus seiner Stadt, meist mit brachialen Methoden.

 

Übrigens

... 1646 wurde eine Hexe auf dem Dresdner Scheiterhaufen verbrannt, die außerdem noch zwei lebende Kinder vom Teufel empfangen haben soll. Die meisten Todesurteile gegen Hexen auf kursächsischem Boden wurden im Schöffengericht Leipzig ausgesprochen. Das war auch für Dresden und Umgebung zuständig.