„Lasst meinen Papa in Ruhe!“...

„Lasst meinen Papa in Ruhe!“...

Familie Schneehuhn baut ein Nest, um ihre Eier auszubrüten. Doch sie müssen auf der Hut sein, denn so mancher Eierdieb schleicht durch den Wald. Der listigste von ihnen ist der Vielfraß. Es kommt, wie es kommen muss und doch überraschend anders.

 

 


Publikationen

Das Eichkätzchen und die Waldmaus

Das Eichkätzchen und die Waldmaus
Edition:Alwis VerlagNatur im Viereck
ISBN:978-3-938932-38-4
Einband:Hardcover/ Fadenheftung
Seiten / Umfang:44 Seiten
Maße:20,0 cm x 20,0 cm
Preis:9,90 € inkl. 7% MwSt

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Dawi – und die Legende vom Geist des Waldes

Dawi – und die Legende vom Geist des Waldes
Edition:Natur im Viereck
ISBN:978-3-938932-49-0
Einband:Hardcover
Seiten / Umfang:44 Seiten
Maße:20 cm x 20 cm
Preis:9,90 € inkl. 7% MwSt

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Der Vielfraß und das Schneehuhn

Der Vielfraß und das Schneehuhn
Edition:Alwis VerlagNatur im Viereck
ISBN:978-3-938932-40-7
Einband:Hardcover/ Fadenheftung
Seiten / Umfang:44 Seiten - Buch mit Lesezeichen und A2- Poster
Maße:20,0 cm x 20,0 cm
Preis:9,90 € inkl. 7% MwSt

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Leseproben & Infos

Naturnahe farbige Illustrationen und einem A2- Poster mit allen Tieren der Geschichte von Sandra Mahn

Der Vielfraß und das Schneehuhn

... Was ist denn hier los? He! Hallo! Wer macht da mein Essen kaputt?“, wundert er sich. Wie gebannt schaut er auf das Ei. Ein kleines Stück der Eierschale fällt ihm auf die Nase.

„Jetzt reicht´s!“, schimpft er, hält aber erschrocken inne. Das Wasser läuft ihm im Maul zusammen, doch er traut sich nicht, das Ei zu verschlingen. Ganz nah hält er es vor seine Augen und beobachtet gespannt, was geschieht. Plötzlich knackt und knistert es. Das Ei zerspringt und der Vielfraß kann nicht glauben, was er sieht! Aus der zerbrochenen Eierschale schaut ihn ein winziges Schneehuhn an, ein Küken mit einer großen Brille.

„Papa, Papa!“, ruft das Küken voller Freude. Der Vielfraß ist geschockt, fällt vor Schreck rückwärts ins Gras und schließt die Augen. Es dauert einige Zeit, bis er langsam wieder die Augen öffnet; erst das rechte, dann das linke Auge. „Was war das? So einen komischen Traum hatte ich noch nie!“, faselt er benommen, als ihn erneut das Küken aus seinen Gedanken reißt. „Papa, Papa! Nicht schlafen, ich hab´ Hunger!“

Als wäre er von einer Biene gestochen worden, springt der Vielfraß auf und landet fast im selben Moment wieder unsanft auf seinem Hinterteil.„Was willst du von mir? Ich bin nicht dein Papa!“, ruft er laut. Das kleine Schneehuhn lässt nicht locker: „Papa, du bist doch mein Papa, und ich hab´ Hunger, mein lieber Papa“, bettelt das Küken und schmiegt sich an den Vielfraß.

Der greift sich entnervt an die Stirn. „Das glaub´ ich nicht, das ist nicht wahr! Ich glaub´ es nicht!“ Gerade als das Küken erneut auf sich aufmerksam machen will, platzt dem Vielfraß der Kragen. „Stopp mal jetzt, Ruhe! Ruuuhhhe!“, schreit er das Kleine an. „Das gibt es doch nicht! Seit wann will ein Schneehuhnküken von mir etwas zu fressen haben?“, versucht er sich zusammenzureißen. „Seit wann haben Schneehühner Brillen auf und wieso fresse ich dich eigentlich nicht? Genau, fressen ist gut!“, kommt er zum Schluss, greift das Küken und führt es langsam zum Maul. Nichts Böses ahnend, freut sich das Schneehuhn.

„Papa, lieber Papa, wollen wir spielen?“ Mit seinen kleinen Flügeln streichelt es dem Vielfraß die Nase. Der hält wieder inne und ihm ist, als hätte er einen riesigen Kloß verschluckt. Lange Zeit schaut er auf das kleine Geschöpf und beschnuppert es wieder. Lecker! Eigentlich riecht es sehr lecker!, denkt er. Dennoch sitzt er wie erstarrt und kann dem Küken nichts tun. Behutsam setzt er es ins Gras, reicht ihm einen Wurm und brummt vor sich hin: „Was tue ich eigentlich hier?“

Der Vielfraß beruhigt sich nur langsam, während das Schneehuhnküken den Wurm verschlingt. Noch immer versteht er nicht, was geschehen ist. Das Küken schmiegt sich in sein warmes Fell und völlig erschöpft schlafen die beiden ein.

Am nächsten Morgen wird der Vielfraß von einer ihm bekannten Stimme geweckt. Ein böses Lachen schallt durch den Wald. Schnell springt er auf und versteckt sich hinter einem Baum. Auch das kleine Schneehuhn ist sofort wach und drängt sich dicht an ihn.