Entdecker-Touren: Die etwas anderen Stadtführungen in Dresden

mit Ritter Daniel alias Mario Sempf, Experimental-Archäologe u. Buchautor.

Dresdner Geschichte unverfälscht entdecken -mit freundlicher Unterstützung der AGIS- Archäologischen Gesellschaft in Sachsen e.V.

Tour 1: "Wenn der Tod Schokolade nascht"

Kennen Sie Antiqua Dressdin oder Alten-Dresden? Ein kurzer Rückblick:

Im Jahre 1404 stiftete der Wettiner Ritter Wilhelm I, bekannt als „der Einäugige“, jener am rechten Ufer gelegenen Stadt „Antiqua Dressdin“ (Alten-Dresden) ein Kloster.

Die hier lebenden Augustinermönche gehörten eher zu den Vermögenden der großen Schar von christlichen Klosterbrüdern. Im Jahre 1429 kamen die Hussiten. Sie überrannten die lange Zeit ungeschützte Stadt. Und es sollte nicht die letzte Katastrophe bleiben, die über diesen kleinen Flecken unterhalb der dichten Heidewälder hereinbrechen sollte.

Verheerende Stadtbrände aber auch größenwahnsinnige, exzentrische Herrscher drückten diesem Ort ihren Stempel auf. Alten-Dresden, heute ein Teil der Dresdner Neustadt, existierte eigenständig mit Wappen und Stadtrecht auf der anderen Elbseite gegenüber ihrer großen Schwester bis ins Jahr 1549 – getrennt durch eine steinerne Brücke.

Wie ging es hier zu im Mittelalter? Wer lebte hier? Was geschah damals an diesem Ort?

Wieso begegnet man hier dem in Stein gehauenen Tod häufiger als auf der anderen Elbseite?

Und welch düsteres Geheimnis umgibt eine kleine Wiesenfläche mit einem prächtigen Kastanienbaum darauf?  

Ritter Daniel alias Buchautor Mario Sempf (www.experimentelle-archaeologie.de) lässt in seiner Stadtführung seine Gäste so mancherlei Schrecksekunde erleben, um am Ende seiner Tour den Gaumen seiner Besucher einen süßen Abschluss zu bereiten.

Spannung und Entspannung ist auf der 90-minütigen Stadttour durchaus begründet!

Bücher des Autors unter: Dresden zum Gruseln

Hinweis: Für die Organisation und Durchführung der Veranstaltung sind die genannten Personen und Einrichtungen eigenverantwortlich und unabhängig vom Verlag tätig. Bei Buchungen oder Nachfragen wenden Sie sich bitte ausschließlich an den aufgeführten Veranstalter. Vielen Dank.

Tour 2: „Flaniermeile Friedhof – Im Schatten der Frauenkirche“

Es gibt kaum einen anderen Ort in Dresden mit einer bewegteren Geschichte, als jene, vom Neumarkt mit seiner Frauenkirche. Noch bis ins 16. Jahrhundert diente der freie Platz um die Kirche zu unseren lieben Frauen als Begräbnisplatz für die Dresdner Bevölkerung. Nicht jeder von ihnen konnte sich zu Lebzeiten etwas auf die hohe Kante legen. Davon zeugen tausende einfachste Begräbnisaushübe, in die man die wenig gut betuchten Dresdner mit Leichenhemd und Holzkreuz auf der Brust im Boden vergrub. Die kleine Stadt an der Elbe verließ der Reisende damals über einen gewaltigen Befestigungsbau, den man Barbarkane nannte. Wassergräben mit Holzbrücken davor schützten die Bürger vor ungeliebten Besuchern und davon gab es mehr wie genug. 

Waren es zu Beginn des 15. Jahrhunderts die Hussiten, die wütend vor den Stadttoren mit ihren Sensen und Dreschflegeln herum klirrten, so setzte der „Alte Friedrich“ von Preußen über zwei Jahrhunderte später dem kriegerischen Treiben die Krone auf, als er die sandsteinerne Kuppel der prachtvollen Frauenkirche aus reiner Zerstörungslust mit Kanonen beschießen ließ.
Gerade in der Ära des Barock ging es hier zu wie im Taubenschlag: während vor den schlichten Bürgerhäusern Fleisch, Fisch und andere Waren feilgeboten wurden, exerzierten die Soldaten militärisch stramm vor dem Johanneum. Auch die öffentliche Gerichtsbarkeit war hier vertreten, um zu bestrafen und abzuschrecken. Da wurden Gliedmaßen und Ohren abgetrennt und an den hölzernen Galgen genagelt. Vielleicht konnte der Reisende sogar einen Dieb auf dem Schandesel sitzen sehen und sich an dessen schmerzverzerrtem Gesicht ergötzen oder mitfühlen.

Nein, langweilig wurde es hier keinem! Dieser Neue Markt lief dem Alten Markt (Altmarkt) auf der anderen Straßenseite in Windeseile den Rang ab. Auch an absurden und schaurigen Ereignissen.

Lassen Sie sich entführen zu einer Tour, im Schatten der Frauenkirche, über eine Flaniermeile der ganz besonderen Art. Gemeinsam mit Muhme Hedwig, einem sprachgewaltigen Marktweib und Ritter Jonas Daniel, seines Zeichen Leibwächter der Dohnaer Burggrafen, werden so manche Geschichtsereignisse dahin platziert, wo sie hingehören.

Ein kleiner „Abschiedsschmaus“ im „Johannas Colonialwaren“ beschließt die Tour am Neumarkt zu Dresden. Weitere Infos unter: Buchung / Kontakt

Nächster Tourtermin: AUF ANFRAGE

"Kleine Pause"

Die Veranstaltung „Flaniermeile Friedhof – Im Schatten der Frauenkirche“, muss aus organisatorischen und räumlichen Gründen leider pausieren. Da, wie jedes Jahr, ein Teil des historischen Strietzelmarktes genau im Einzugsgebiet der Tour aufgebaut wird, wäre eine komplette Präsentation nur eingeschränkt zugänglich.

Neue Termine für Führungen demnächst hier. Tourtermine auf Anfrage sind bei den aufgeführten Kontaktstellen jederzeit zu erfragen.

Telefon 03 51-30 91 74 16
johannas.dresden@beretail.de

Hinweis: Für die Organisation und Durchführung der Veranstaltung sind die genannten Personen und Einrichtungen eigenverantwortlich und unabhängig vom Verlag tätig. Bei Buchungen oder Nachfragen wenden Sie sich bitte ausschließlich an den aufgeführten Veranstalter. Vielen Dank.